Die linken Stadtplaner und Wohnungspolitiker werden sich langfristig nicht damit begnügen, unsere Landschaften und Städte mit uniformer baulicher Hässlichkeit und kastenförmigem architektonischem Reduktionismus zuzustellen. Sie werden eines Tages auch die alte historische Bausubstanz angreifen, die Deutschland nach dem 2. Weltkrieg noch geblieben ist.

Dabei werden sie in etwa wie folgt argumentieren: waren es nicht gewissenlose Kirchenfürsten und Kapitalisten, die diese Bauten errichten ließen, während nebenan die Menschen Hungers starben? Haben sie das Geld, mit dem die Kathedralen und Bürgerhäuser finanziert worden sind, nicht zuvor den eigenen Leibeigenen, Proletariern und kolonisierten Völkern des Südens abgepresst? Sind die Dome und Kirchen nicht auf den Leichen und Knochen der Erniedrigten und Beleidigten gebaut? Sind sie nicht steingewordene Symbole einer White Supremacy, deren bauliche Wucht und Gewalt die People of Colour verstummen lässt, einschüchtert und verstört? Handelt es sich nicht um Herrschaftsarchitektur, deren bloße Existenz den weißen Machtanspruch perpetuiert und den zugewanderten Menschen das Gefühl vermittelt, klein, schwach, hilflos und fremd zu sein?    

So könnte dereinst der Tag kommen, an dem Linke und von ihnen aufgewiegelte Migranten sich in den deutschen Innenstädten versammeln, um die alten Bürgerhäuser niederzureißen, die alten Denkmäler zu schleifen und die alten Kathedralen zu zerstören.