Täglich kann man es in den sozialen Medien hören und lesen, bisweilen auch (noch) in der Mainstream-Presse: die Partei DIE LINKE ist die Nachfolgeorganisation der SED, der Staatspartei der DDR. Die ganze Tragweite dessen, was aus dieser Tatsache folgt, wird allerdings kaum je thematisiert:

Für die überzeugten Sozialisten und Kommunisten in der SED, die nach der Wende erst die SED/PDS und dann die PDS gründeten, stellte vor allem das Jahr 1990 eine traumatische Erfahrung dar: macht- und tatenlos mussten sie zusehen, wie der siegreich triumphierende Westen ihren sozialistischen Staat und seine Einrichtungen abwickelte, ihre Biographien (Lebensleistungen) entwertete und ihre Ideale und Theorien auf den Müllhaufen der Geschichte warf. In jenen Tagen schworen sich diese Leute, die furchtbare Demütigung nicht auf sich sitzen zu lassen. Statt aufzugeben und die SED einfach aufzulösen, entschied man sich, in den westdeutschen Staat hineinzugehen und ihn zu infiltrieren: mit dem Ziel, von nun an der verhassten „BRD“ zu schaden, so sehr und wo immer es nur ging.

Nun gibt es auch in vielen anderen europäischen Ländern linksradikale Parteien wie etwa SYRIZA in Griechenland, PODEMOS in Spanien oder LA FRANCE INSOUMISE in Frankreich. Mit diesen Formationen aber lässt sich die hiesige LINKE in keiner Weise vergleichen. Denn die genannten Parteien verstehen sich, trotz ihrer oft abwegigen politischen Vorstellungen, prinzipiell doch als ein Teil des Volkes und bringen der eigenen Nation, dem eigenen Staat ein gewisses Maß an Loyalität entgegen. Für DIE LINKE dagegen ist der Staat, in dem sie agiert, bis heute der Feindstaat geblieben, den es maximal zu schwächen und zu schädigen gilt. Diese Partei handelt im „westdeutschen“ Staat seit 1990 de facto wie eine Untergrundarmee, die sich vorgenommen hat, den von ihr unterwanderten Staat zu Fall zu bringen und von innen heraus zu zerstören.  

Wenn DIE LINKE ihre aberwitzigen Forderungen stellt (wie etwa alle Afrikaner nach Deutschland zu holen, um hier eine große Party zu feiern, oder die deutsche Industrie zu ruinieren und den nationalen Wohlstand für eine maßlose Sozialpolitik zu verkonsumieren), geht es nie um Moral, soziale Gerechtigkeit oder überschießenden Idealismus. Vielmehr speisen sich alle diese Forderungen aus dem Ressentiment: man will den „westdeutschen Staat“ erschüttern und dekonstruieren, der für dieses Milieu noch immer das "revanchistische" und "postfaschistische" Bonner Gebilde ist. DIE LINKE, die von ihrer Grundstruktur, ihrer DNA her wie eine staatsfeindliche, ausländische Agentenorganisation agiert, wird sich nicht zufriedengeben, bevor es ihr gelungen ist, die Bundesrepublik Deutschland wirtschaftlich, politisch und sozial und kulturell zugrunde zu richten.